Dienstag, Juni 28, 2022
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Portraits und Passfotos

Um nicht lange um den heißen Brei herumzureden, und weil ich oft deswegen gefragt werde: Passfoto mache ich nicht. Weder für mich selbst, noch für Freunde, Bekannte oder Kunden. Es lohnt sich meiner Meinung nach weder für FotografInnen noch für diejenigen, die Passbilder benötigen.

Es braucht für ein gutes Passfoto die gleiche Vorbereitung wie für ein gutes Portraitfoto. Auch wenn das Passbild nur in einem kleinen Format irgendwo in Ausweis, Reisepass, Personalausweis oder Führerschein verwendet werden soll, sind doch große Anforderungen an das Foto gestellt.

Man muss sich nur die Bestimmungen für die biometrischen Passbilder ansehen, die hier auszugsweise beschrieben werden, um zu sehen, welcher Aufwand getrieben werden muss, um die Bestimmungen zu erfüllen:

„Qualitativ hochwertige Fotos sind die Grundlage einer einwand-freien Wiedergabe des Bildes und Voraussetzung für die Anwendung der Gesichtsbiometrie in Pässen.Dieser Foto-Mustertafel sind die Qualitätsmerkmale zu entnehmen, die die Eignung der Fotos für den vorgesehenen Einsatz in Pässen gewährleisten. Es ist dringend erforderlich, die hier beschriebenen Anforderungen zu beachten, da sonst eine biometrische Erkennung des Antragstellers sowie die einwandfreie Wiedergabe des Bildes im Dokument nicht gewährleistet sind. Der Passbewerber ist grundsätzlich ohne Kopfbedeckung abzubilden. Die Passbehörde kann vom Gebot der fehlenden Kopfbedeckung insbesondere aus religiösen Gründen, von den übrigen Anforderungen aus medizinischen Gründen, die nicht nur vorübergehender Art sind, Ausnahmen zulassen.Auf den Fotos sind keine Uniformteile abzubilden.“

Geht doch noch, könnte man meinen, aber die Beschreibung ist erst der Anfang. Spannend wir es jetzt, wenn die biometrischen Vorgaben beschrieben werden. Hier zum Nachlesen:

„Das Foto muss die Gesichtszüge der Person von der Kinnspitze bis zum oberen Kopfende, sowie die linke und rechte Gesichtshälfte deutlich zeigen. Die Gesichtshöhe muss 70 – 80 % des Fotos einnehmen. Dies entspricht einer Höhe von 32 – 36 mm von der Kinnspitze bis zum oberen Kopfende. Dabei ist das obere Kopfende unter Vernachlässigung der Frisur anzunehmen.Wegen des häufig nicht eindeutig zu bestimmenden oberen Kopfendes sind Passfotos jedoch erst dann abzulehnen, wenn die Gesichts-höhe 27 mm unterschreitet oder 40 mm überschreitet.Bei volumenreichem Haar sollte darauf geachtet werden, dass der Kopf (einschl. Frisur) möglichst vollständig abgebildet ist, ohne aber die Gesichtsgröße zu verkleinern. Das Gesicht muss zentriert auf dem Foto platziert sein.“

Klar ausgedrückt, oder? Und zur Haltung auf dem Passfoto gibt es auch klare Vorgaben von der Bundesdruckerei:

„Eine Darstellung der Person mit geneigtem oder gedrehtem Kopf (z.B. Halbprofil) ist nicht zulässig.Die Person muss mit neutralem Gesichtsausdruck und geschlossenem Mund gerade in die Kamera blicken.“

Wie gesagt, bitte für gute Passfotos eine Kollegin oder einen Kollegen aus der Region suchen, für Dokumentenfotos für Uneitle reicht auch ein Schnellstudio in der Nähe vom Bürgermeisteramt. Da sind Kamera und Licht sowie Hintergrund schon voreingestellt. Das geht ganz schnell und ist auch sehr preiswert.

Portraits sind natürlich kein Problem, einfach nachfragen.

Vielen Dank für euer Verständnis!

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